4.12. UE

Beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages läuft aktuell eine Petition gegen die Verschärfung des Waffenrechts. Die Mitzeichnungsfrist endet am 12. Dezember 2019 und benötigt ein Quorum von 50.000 Zeichnungen, bisher sind (Stand heute) 37500 Unterzeichner dabei. Viele BDS-Landesverbände haben den Hinweis auf die Petition auch bereits auf ihren Websites veröffentlicht.

Es ist eine Registrierung erforderlich, weil es sich um den offiziellen ePetitions-Server des Bundestags handelt.

Hier geht's direkt zur Petition

 

 

 

12.11.2019, UE

Der Innenausschuss des Bundestags hatte für den 11. November zu einer Experten-Anhörung nach Berlin eingeladen, an der auch BDS-Präsident Friedrich Gepperth teilnahm – in Doppelfunktion, da er auch Co-Präsident des Forums Waffenrecht ist. In alphabetischer Reihenfolge fassten die Experten ihre vorab schriftlich eingereichten Stellungnahmen noch einmal zusammen und stellten die ihnen wichtigsten Punkte noch besonders heraus. Fritz Gepperth betonte, dass die überstrengen geplanten Verschärfungen in keinem anderen Land der EU üblich sind und die durch die neue Bedürfnisregelung wie das Verbot von Magazinen mit hoher Kapazität eine „kalte Enteignung“ der Besitzer bedeute, und dies bei Waffenbesitzern, die auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen und ohnehin schon als besonders stark überprüft gelten. Immerhin war festzustellen, dass fünf der sechs Experten die geplante Magazinregelung für überflüssig, ineffektiv und praxisfremd einstuften. Mit den Berichterstattern der Bundestagsfraktionen, die im Innenausschuss sitzen, war man sich einig, dass noch zahlreiche Änderungen am aktuellen Gesetzestext notwendig sind – das wird wohl dann auch in der Empfehlung des Innenausschusses an den Bundestag stehen. Ob die für den 14. November angesetzte 2. und eventuell 3. Lesung und anschließende Verabschiedung des 3. Waffenrechts-Änderungsgesetzes so stattfindet, ist auch nach den Äußerungen von Bundesinnenminister Seehofer in der letzten Woche zur Lockerung der geplanten Bedürfnisregelung noch nicht abzusehen.

Text-Zusammenfassung der Anhörung

Das Video der ungekürzten Anhörung steht am Beginnn der Textmeldung!
(bitte herunterladen, die Verweildauer in der Bundestags-Mediathek ist nicht unbegrenzt!)

5.11.2019, UE

NEU: Die Altersklassen beim BDS (Regel A 3.08) ändern sich ab 2020 - einige Vereine beginnen jetzt ja bereits mit den Wettkämpfen der neuen Saison. Zur Feststellung, welche Jahrgänge welche Klasse jetzt (oder in den nächsten Jahren) umfasst, nutzen Sie bitte das praktische Tool, das wir zur Verfügung stellen!

 

 

 

FAQ Waffengesetznovelle - Stand 29.10.2019

Frage: Warum die Aufregung, es ist doch erst ein Entwurf?
Antwort: Der Entwurf hat den Bundestag erreicht, war bereits in erster Lesung im Bundestag und soll noch im November final verabschiedet sein. Nachdem das Bundesinnenministerium zwei Jahre getrödelt hat, muss es jetzt ganz schnell gehen, was auch Abgeordnete des Bundestags kritisieren. Den betroffenen Verbänden bleiben nur noch Tage.
 
Frage: Haben die Verbände geschlafen oder gibt es Uneinigkeit unter ihnen?
Antwort: Die europäischen Verbände haben sich ab 2016 europaweit gemeinsam, intensiv und letztlich im Wesentlichen erfolgreich dafür eingesetzt, dass die EU-Feuerwaffenrichtlinie 2017 in einer verträglichen Weise geändert wird. Die EU Kommission wollte praktisch alle Selbstladewaffen verbieten. Dazu ist es nicht gekommen. Ab 2017 haben sich die deutschen Verbände dann national für eine vertretbare Umsetzung eingesetzt und dachten bis letzte Woche, erfolgreich. Der BDS hat mit dem Deutschen Schützenbund, dem Deutschen Jagdverband und allen anderen Verbänden im engen Schulterschluss gemeinsam gestritten… zwischen die Verbände passt kein Blatt Papier!
 
Frage: Was bedeutet die regelmäßige Schießsportausübung, die mindestens 10 Jahre erfolgen muss?
Antwort: Monatliches Schießen mit jeder Waffe jedes Jahr oder 18 Termine pro Jahr. Beispiel für einen Sportschützen mit den 5 Waffen des Grundkontingents, wenn im August keine Schießmöglichkeit besteht: 5 * 18 = 90 Schießtermine. Als Schießtermin dürfte sich ein Tag verstehen, aber das ist gegenwärtig unklar.
 
Frage: Soll das ausnahmslos gelten?
Antwort: Die Waffenbehörden könnten  z. B. eine ganzjährige Erkrankung berücksichtigen und vom Widerruf absehen. Dass sie das machen, ist aber keineswegs garantiert. Manche Ämter nutzen bereits jetzt alle Möglichkeiten zum Entzug waffenrechtlicher Erlaubnisse.  
 
Frage: Welche Waffen wären von der Magazinregelung betroffen, welche nicht?
Antwort: Betroffen wären Zentralfeuer-Selbstladewaffen, nicht betroffen Randfeuer und Repetierwaffen. Aber Magazine, die in Selbstladewaffen passen, sind betroffen, selbst wenn sie zu einer Repetierwaffe gehören. Betroffen wären gleichermaßen Kasten- und Röhrenmagazine oder fest eingebaute. Bei der Anzahl soll jeweils die kleinste in das Magazin passende Patrone passen, unabhängig vom Kaliber der Waffe, also maßgeblich 9 mm Luger in einem Magazin für eine .40S&W-Waffe oder 12/44 in einer Flinte 12/89.
 
Frage: Richtet sich die Kritik des BDS gegen die Partei X und/oder ist sie ein Aufruf zur Wahl von Partei Y?
Antwort: Die Kritik richtet sich gegen Regelungen des Gesetzentwurfs, den bisher das Bundesinnenministerium zu verantworten hat. Der BDS unterstützt sinnvolle politische Ansätze und lehnt unsinnige Gesetzesverschärfungen ab. Was die Parteien des Deutschen Bundestags daraus machen, ist deren Verantwortung.   
 
Frage: Ist die Sache durch und/oder geben wir auf?
Antwort: Zweimal „nein“! Einzelnen Bundestagsabgeordneten der Fraktionen (in alphabetischer Reihenfolge) AfD, CDU, CSU, FDP und SPD gehen die Vorschläge des BMI zu weit. An diesen liegt es, eine Mehrheit für Verbesserungen zu bilden. Der BDS wird weiter Verbesserungen anmahnen und Lösungsvorschläge anbieten.
 
Frage: Machen wir eine Demonstration?
Antwort: Nein, in Berlin demonstrieren jeden Tag dutzende Gruppen. Das interessiert unterhalb ein paar 100.000 Teilnehmern niemanden und diese Zahl ist, wenn überhaupt, in der Kürze der Zeit nicht erreichbar.
 
Frage: Auf wen kommt es jetzt an?
Antwort: Auf die Abgeordneten des deutschen Bundestags und ihre Fraktionen. Dabei zentral auf die Regierungsparteien und ihre Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, Markus Söder und Malu Dreyer (kommissarisch).
 
Frage: Ich will meine(n) Abgeordneten anschreiben, auf was soll ich achten?
Antwort: Eine E-Mail ist in einer Sekunde gelöscht… und ab der 10. macht das der Spamfilter. Einen Brief muss man öffnen und das Schriftstück in die Hand nehmen, bevor man es ablegen kann. Auch wenn einem angesichts solcher Nachrichten das Herz übergeht: Die Formen sind zu wahren! Die Sachbearbeiter für die Briefe können für die Sache nichts und Kraftausdrücke oder schlimmere sprachliche Entgleisungen bringen die Sache nicht weiter. Anonyme Schreiben kommen überhaupt nicht in Frage. Wer nicht zu dem steht, was er sagt oder schreibt, sagt oder schreibt besser gar nichts.
 
Frage: Wie erreiche ich…?
Antwort:Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Alt-Moabit 140, 10557 Berlin
Christlich-Soziale Union in Bayern e. V., Mies-van-der-Rohe-Str. 1, 80807 München
Christlich Demokratische Union Deutschlands, Klingelhöferstraße 8, 10785 Berlin
Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin
alle Bundestagsabgeordneten jeweils mit Vorname, Name, MdB unter Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
SPARTIPP:
Wenn man mehrere Briefe an verschiedene Bundestagsabgeordnete versenden will kann viel Porto gespart werden: Einfach alle einzelnen Briefe an Bundestagsabgeordnete jeweils in ein adressierte Kuvert Stecken. Alle Briefe dann unfrankiert zusammen in einen frankierten großen Umschlag senden an
Abgeordnete des Deutschen Bundestages
z.Hd. Poststelle Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Den großen Umschlag darf dann die Poststelle aufmachen und die einzelnen Briefe werden dann über die Hauspost den Abgeordneten gegeben. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Post/DHL Leute die Briefe sowieso nicht persönlich zustellen und das machen eh die 30 Mitarbeiter der Poststelle.

Frage: Wird es (einen) Musterbrief(e) geben?
Antwort: Ja, hier ist einer, weitere sollen folgen:

23.10.2019

Ergänzend zu den Informationen aus den beiden Infobriefen zur geplanten Waffengesetz-Verschärfung vom 22. Oktober und 23. Oktober haben wir Ihnen einen Musterbrief entworfen, den Sie mit Ihren Angaben versehen an die in den Briefen genannten Adressen schicken können.

SPARTIPP:
Wenn man mehrere Briefe an verschiedene Bundestagsabgeordnete versenden will kann viel Porto gespart werden: Einfach alle einzelnen Briefe an Bundestagsabgeordnete jeweils in ein adressierte Kuvert Stecken. Alle Briefe dann unfrankiert zusammen in einen frankierten großen Umschlag senden an
      Abgeordnete des Deutschen Bundestages
      z. Hd. Poststelle Bundestag
      Platz der Republik 1
      11011 Berlin
Den großen Umschlag darf dann die Poststelle aufmachen und die einzelnen Briefe werden dann über die Hauspost den Abgeordneten gegeben. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Post/DHL Leute die Briefe sowieso nicht persönlich zustellen und das machen eh die 30 Mitarbeiter der Poststelle.

 

22.10.2019

Liebe Mitglieder,

am vergangenen Freitag den 18. Oktober fand eine Besprechung mit den Vertretern des Bundesinnenministeriums statt. Dort kam es zu definitiven Klarstellungen über die Auslegung des vorliegenden Regierungsentwurfs zum Waffengesetz.

Der Verständlichkeit und Einfachheit halber die wesentlichen „Highlights“:

Die Waffenbehörden „sollen“ (derzeit „können“) die Berechtigung zum weiteren Besitz der als Sportschütze erworbenen Waffen „in regelmäßigen Abständen“ (neu aufgenommen) prüfen.

Um die als Sportschütze erworbenen Waffen behalten zu dürfen, muss man in Rahmen einer solchen Überprüfung nachweisen, dass man in den zwölf Monaten vor der Überprüfung mit jeder Waffe – es sind wirklich alle gemeint – den Schießsport regelmäßig betrieben hat!

Das Wort regelmäßig ist zwar ein unbestimmter Rechtsbegriff, im Bereich des Waffenrechts aber eindeutig festgelegt: er bedeutet 18-mal im Jahr oder jeden Monat einmal.

Hat man eine Waffe zehn Jahre lang als Sportschütze, so muss für diese Waffe nur noch eine Bescheinigung seines Vereins erbracht werden, wonach weiterhin Mitgliedschaft besteht. Dies gilt auch wieder jeweils nur immer für jede einzelne Waffe. Für die erste Waffe also nach zehn Jahren und wenn er beispielsweise eine weitere Waffe nach neun Jahren gekauft hat, reicht eine Bescheinigung der Mitgliedschaft für das Weiterbestehen des Bedürfnisses an diese Waffe erst nach weiteren zehn Jahren – also erst 19 Jahre, nachdem die erste dieser beiden Waffen erworben wurde, kann die dauernde Aufzeichnung der schießsportlichen Aktivitäten aufhören. Gegenwärtig sind das drei Jahre, nach dem Erwerb der ersten Waffe.

Alle Magazine für Langwaffen mit mehr als zehn und für Kurzwaffen mit mehr als 20 Patronen Kapazität, die vor dem 13. Juni 2017 erworben wurden, können angemeldet werden. Aber nicht angemeldete Magazine dieser Art werden zu „verbotenen Gegenständen“.

Wer eine Pistole besitzt und eine Langwaffe im gleichen Kaliber erwirbt, bei der sich das Pistolenmagazin verwenden lässt, muss das Kurzwaffenmagazin vernichten und darf nur noch solche Magazine mit einer Kapazität von 10 Patronen besitzen, sonst macht er sich strafbar.

Umgekehrt darf natürlich auch niemand, der eine Langwaffe hat, eine entsprechende Kurzwaffe mit einem Magazin mit einer Kapazität von mehr als zehn Patronen erwerben, wenn dieses Magazin in die vorhandene Langwaffe passt.

Blockierte Magazine sind in diesem Fall wie auch in allen anderen Fällen nicht zulässig, weil nicht nur große Magazine an sich, sondern bereits Magazinkörper für derartige großen Magazinen verboten sind.

Obwohl die EU Richtlinie – sogar präzise auf die deutschen Anforderungen abgestimmt – Ausnahmen für Erwerb und Verwendung von großen Magazinen für Wettkampf- und Leistungsschützen in internationalen Verbänden vorsieht, wird dies auf Anweisung des Ministers im BMI Entwurf ignoriert.

Wer eine halbautomatische Flinte mit einem Röhrenmagazin besitzt, muss prüfen, wie viele Patronen das Röhrenmagazin im kleinsten „bestimmungsgemäßen“ Kaliber aufnimmt. Derzeit gibt es Patronen im Kaliber 12/60. Allerdings sind nun auch viel kürzere Patronen im Kaliber 12/44 erhältlich. Auch wenn man keine einzige dieser kurzen Patronen je hatte, kommt es nun auf diese an und nicht auf die Patronen, die etwa in der WBK bei dieser Waffe stehen. Deshalb sollte jeder Waffenbesitzer prüfen, wie viele Patronen das Röhrenmagazin seiner Waffe aufnimmt. Welcher Patronentyp zugrunde zu legen ist, ist unklar.

Sollte das Magazinrohr mehr als 10 Patronen aufnehmen ist zu klären, was geschehen soll. In jedem Fall ist die Vernichtung der Waffe durch einen Berechtigten möglich. Auch sollte der Austausch des Magazinrohres zulässig sein. Jedoch ist dies derzeit noch nicht geregelt. Ob und gegebenenfalls welche Blockierung ausreicht, ist unbekannt.

In der Kürze der Zeit hat dieses Schreiben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Highlights können und werden vermutlich noch folgen.

Bitte unbedingt beachten:

Alles Obenstehende ist vom Bundesministerium des Innern unter der Führung des Ministers Horst Seehofer (CSU) und dem für das Waffenrecht zuständigen Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) zu verantworten.

Es liegt nun nach der ersten Lesung im Bundestag im Ausschuss für Inneres und Heimat unter dem Vorsitz von Frau Andrea Lindholz (CSU).

Es muss betont werden: die Abgeordneten können für diesen „grandiosen“ Entwurf nichts!

Er ist in seinen Anforderungen an Sportschützen für den weiteren Besitz ihrer als Sportschütze erworbenen Waffen einmalig restriktiv.

Dieser wird bei entsprechendem Inkrafttreten,

1.    den Gebrauchtwaffenmarkt zusammenbrechen lassen,

2.    viele Waffenfachgeschäfte und Büchsenmacher in den Ruin treiben,

3.    vermutlich die Waffenrechtsbehörden völlig überlasten,

4.    den Schießsportverbänden zigtausende- wenn nicht gar hunderttausende Mitglieder kosten und

5.    zusätzlich diese Verbände und ihre Vereine noch mit den zusätzlichen Bescheinigungen überfordern.

Als mündige Bürger eines demokratischen Rechtsstaates sollten wird den politischen Verantwortlichen klarmachen, was dieser Entwurf für uns bedeutet.

Und nochmals zur Klarstellung: Dem Bundesministerium des Innern stehen nicht Personen vor, die der Partei „Die Grünen“ angehören… auch wenn es momentan so aussieht.

 

Friedrich Gepperth

BDS Präsident

 

 

Anhang – Kontakte:

 

Herrn Bundesminister

Horst Seehofer 

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Alt-Moabit 140

10557 Berlin

 

Herrn Dr.

Markus Söder

Christlich-Soziale Union in Bayern e. V.

Mies-van-der-Rohe-Str. 1

80807 München

 

Herrn Staatsminister

Joachim Herrmann

Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

Odeonsplatz 3

80539 München

 

Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag, erreichbar jeweils mit dem Namen und dem Zusatz „MdB“ unter

 

Platz der Republik 1

11011 Berlin

 

Vorsitzende: Andrea Lindholz (CDU)

Stellv. Vorsitzender: Jochen Haug (AfD)

 

CDU/CSU: Armin Schuster (Obmann), Philipp Amthor, Christoph Bernstiel, Michael Brand, Marc Henrichmann, Hans-Jürgen Irmer, Michael Kuffer, Mathias Middelberg, Axel Müller, Petra Nicolaisen, Josef Oster, Detlef Seif, Alexander Throm, Christoph de Vries, Marian Wendt

SPD: Burkhard Lischka (Obmann), Lars Castellucci, Saskia Esken, Uli Grötsch, Sebastian Hartmann, Gabriela Heinrich, Elisabeth Kaiser, Helge Lindh, Susanne Mittag, Mahmut Özdemir

AfD: Gottfried Curio (Obmann), Bernd Baumann, Lars Herrmann, Martin Hess, Christian Wirth,

FDP: Manuel Höferlin, Konstantin Kuhle, Jimmy Schulz, Benjamin Strasser, Linda Teuteberg

Linksfraktion: André Hahn, Ulla Jelpke, Petra Pau, Martina Renner

Bündnis 90/Die Grünen: Luise Amtsberg, Monika Lazar, Konstantin von Notz, Filiz Polat

Fraktionslos: Frauke Petry

10.10.2019

Derzeit erhalten Vereine von der Bundesanzeiger Verlag GmbH Bescheide über die Jahresgebühr für die Führung des Transparenzregisters. Das ist rechtens.

Berechnet wird eine Jahresgebühr von 2,50 Euro. Vereine müssen die Jahresgebühr von 2,50 EUR rückwirkend ab dem Jahr 2017 zahlen, die Gebühr wird künftig jährlich fällig.

Zwar besteht für Vereine keine Meldepflicht zum Transparenzregister, weil sich die dort anzugebenden Informationen bereits aus der Eintragung im Vereinsregister ergeben. Die Gebühr wird aber nicht für die Eintragung erhoben, sondern für die Führung des Transparenzregisters. Die rechtliche Grundlage dafür ergibt sich aus § 1 der Transparenzregistergebührenverordnung (TrGebV) in Verbindung mit Nr. 1 Anlage 1 TrGebV.

Info-Seite (FAQ) vom Bundesanzeiger-Verlag

Info-Seite vom Bundesverwaltungsamt (BVA)

Lesestoff für den Strand

...oder Ideen für den Aktivurlaub: wegen der großen Nachfrage haben wir zwei Broschüren in der jeweils aktuellen Fassung nun online zum Herunterladen bereitgestellt.

Die BDS-Broschüre stellt kompakt alle Disziplinenbereiche zusammen, nennt die wichtigsten Links und Ansprechpartner

Die Field-Target-Broschüre stellt den oft unbekannten, aber sehr erfolgreichen BDS-Sport vor, ebenfalls praktisch zum Herunterladen (die gedruckte Ausführung ist vergriffen, sorry).

26. Juni 2019

In der vergangenen Woche gab es heftige Diskussionen unter den BDS-Mitgliedern, nachdem ein Fernsehbericht mit begleitenden Online-Meldungen über einen Schießclub in Schwerin berichtet hatte. BDS-Präsident Friedrich Gepperth sah sich deshalb veranlasst, quasi als Stellungnahme des Verbandes noch einmal einen Auszug aus seiner Rede zur letzten Bundesdelegiertenversammlung 2018 in Kassel zu veröffentlichen:

"...hat sich in letzter Zeit die Problematik mit den sogenannten „Reichsbürgern“ ergeben. Hier muss ich sagen, dass mir jegliches Verständnis für diese Einstellung fehlt. Ich kann kein einziges der Argumente dieser Personen verstehen und halte das ausnahmslos für abstruse Hirngespinste. Dass die Staatsmacht nun radikal durchgreift und sagt, dass wir solchen Leuten in keinem Fall Schusswaffen legal zubilligen werden, ist einfach nachvollziehbar, wenn man überlegt, dass diese Erlaubnisse von den Reichsbürgern in Anspruch genommen werden, von Vertretern eines Staates, den sie nicht anerkennen. Aus meiner Sicht wäre die Haltung der Reichsbürger nur dann konsequent, wenn sie sich ohne Erlaubnis des Staates Schusswaffen besorgen, weil sie ja diesen Staat gar nicht anerkennen. Denn der würde dann halt ganz klar sagen, das ist illegal und sie entsprechend bestrafen. Ich kann für mich und den BDS nur eines sagen: Legaler Schusswaffenbesitz ist nur möglich, wenn wir uns an die gesetzlichen Vorgaben unserer Republik halten.
 
Ich für meinen Teil gehe noch weit darüber hinaus. Bei all meiner Unzufriedenheit über einige politische Parteien und Kräfte, bei all meinem Ärger über die Haltung von Teilen der Regierung, kann es aber für mich nicht den leisesten Zweifel geben, dass ich voll und ganz hinter diesem Gemeinwesen stehe und die Interessen der Bundesrepublik Deutschland ohne Einschränkungen wahren will.
 
Ich bin ein sehr geschichtsbewusster, und wie viele wissen, ein in geschichtlichen Dingen sehr belesener Mensch. Für mich kann es keinen Zweifel geben, dass die BRD in ihrer heutigen Form mit all den Schwächen, die sie zweifellos auch hat, das mit Abstand beste und lebenswerteste Staatsgebilde auf dem deutschen Boden ist, das es seit Jahrtausenden hier gibt. Zu dem stehe ich uneingeschränkt und erwarte dies eigentlich von allen Legalwaffenbesitzern auch. Für mich ist dies eine untrennbare Verknüpfung. Wer mir vertraut und mir zweifellos sehr feuerkräftige Schusswaffen überlässt, dem kann ich einfach nicht negativ gegenüber stehen, bei all den anderen Problemen die man ja im Zweifelsfall haben kann. Ich bitte deshalb, sich selbst einmal unbedingt darüber Gedanken zu machen und nicht fahrlässig öffentliche Äußerungen tun, die den Eindruck hervorrufen, dass man diesen Staat bekämpfen will. Denn dass er sich in so einem Falle wehrt, ist für mich selbstverständlich."

Friedrich Gepperth, BDS-Präsident seit 1996

Die entsprechende Meldung der Süddeutschen Zeitung (u.a.), mit Video

und eine Stellungnahme des betroffenen Vereins "Smoking Guns Schwerin"

 

2.5.19. UE

Zum Schnupperschießen im Cowboy-Action-Schießen können sich angehende Westernschützen nun wieder anmelden - der nächste Termin wurde auf den 21. September 2019 festgelegt, wie üblich auf der Schießanlage in Philippsburg und gegen eine Kostenbeteiligung von 55 Euro für Verpflegung und vor allem Munition. Die Details kann man der angehängten Einladung im PDF-Format entnehmen.

19.3.2019, UE

"Volles Haus" bei der Premiere: Bei der ersten vom BDS initiierten Podiumsdiskussion im Vortragsbereich "IWA-Forum" in Nürnberg gab es fast keine freien Plätze mehr. Moderiert von BDS-Pressereferent Ulrich Eichstädt diskutierten:

  • Jochen Anschütz (Sportwaffenhersteller)
  • Dr. Markus Bartram (105facher Deutscher Meister Pistole und Pressesprecher ProLegal)
  • Friedrich Gepperth (BDS-Präsident und Co-Präsident des Forum Waffenrecht)
  • Jacqueline Krüger (FDP Brandenburg und Hobby-Schützin)
  • Ingo Meinhard (Geschäftsführer des Verbands Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e.V.)
  • Stefan Perey (Chefredakteur caliber und Actionschütze)

Ausgehend von der These, dass es einen Trend weg vom statischen hin zum Action-Schießsport gibt und der Frage, wie junger Nachwuchs in die Vereine gelockt und vor allem dort gehalten werden kann, diskutierten die Teilnehmer zunächst, was denn eigentlich den Reiz des Sportschießens ausmache. Dr. Bartram erzählte, wie er durch das Luftgewehr-Schießen im Garten zum Verein gekommen sei, Frau Krüger hatte über einen Tag der offenen Tür des örtlichen Vereins einen ähnlichen Zugang. Jochen Anschütz dagegen ist in ein Traditionsunternehmen hineingeboren worden (1856 gegründet), Stefan Perey als Sohn des Verlegers und caliber-Gründers Karlfranz Perey hat einen ähnlichen Werdegang. BDS-Präsident Gepperth ist schon seit 1980 dabei und bis heute, sofern es die Zeit erlaubt, noch aktiv, während Ingo Meinhard die Liebe zum Sportschießen erst über seine neue Aufgabe als VDB-Geschäftsführer entdeckte und die wichtige Aufgabe des informierten Fachhändlers mit aktueller Ware hervorhob. Die durch Computerspiele und Internet verwöhnte Jugend lasse sich nicht mehr zum Training im Schützenhaus im Wald einladen, wenn das dortige Angebot nicht abwechslungsreich gestaltet ist. Aber auch ältere Schützen abseits der Wettkampfszene können Vereine bereichern. Nur: Sportschießen ohne Spaß geht nicht, darin waren sich alle einig, und gerade dieser Spaß wird durch verschiedenste rechtliche Einschränkungen oft getrübt. "Wir müssen zeigen, dass wir ganz normale Bürger sind, die verantwortungsvoll, aber auch selbstbewusst mit unseren Sportwaffen umgehen", resümmierte Jacqueline Krüger - sie hatte erst im Februar zusammen mit anderen FDP-Parlamentariern einen "offenen Brief" an den Deutschen Bundestag geschrieben und um eine unbürokratische und faire Waffengesetznovelle geworben. Die angesetzte Stunde ging wie im Flug vorbei, und die Teilnehmer diskutierten auch später noch mit einigen der aufmerksam zuhörenden Zuschauer.

 

 

14.1.2019

Im Alter von nur 68 Jahren ist Heidi Sebode, die Gattin von Ingo Sebode, dem Präsidenten des BDS LV4, am 23. Dezember 2018 verstorben. Die Beisetzung fand im Familienkreis am 7. Januar 2019 statt.

Heidi Sebodes Aufgaben und Verdienste für den LV4 und den BDS waren vielfältig. Sie trat am 1. August 1987 dem Landesverband 4 (NRW) bei. Bereits im  Jahr 1990 bis 1993 hat sie dann als Beauftragte für Mehrdistanz gearbeitet. Im Jahr 1994 wurde sie zur Beauftragten für die LM Kurzwaffen ernannt - dies offenbar mit Erfolg: Von 1995 bis 2010 bekleidete Heidi Sebode das Amt der Landessportleiterin. In der gesamten Zeit von 1995 bis zu ihrem viel zu frühen Tod war sie auch für die Mitgliederverwaltung in der LV-Geschäftsstelle zuständig. Im Jahr 2005 wurde sie Ehrenmitglied im LV 4 NRW, und für ihr besonderes Engagement im BDS wurde sie 2015 mit der Ehrenmedaille des Bundesverbands ausgezeichnet.

Wir trauern mit ihrer Familie und werden sie stets als "die gute Seele" des LV4 in ehrenvoller Erinnerung behalten.

BDS-Präsident Friedrich Gepperth
für den gesamten Verband

 

 

8.2.2019, UE

Fristgerecht zum 8. Februar 2019 hat auch der BDS seine Stellungnahme zum Referentenentwurf zum 3. Waffenrechts-Änderungsgesetz beim Referat KM5 des Bundesinnenministeriums eingereicht. Während sich die Verfasser gut ein Jahr Zeit ließen, um weit über die Vorgaben der umzusetzenden EU-Waffenrichtlinie weitere Verschärfungen einzubauen, hatten die Verbände nicht einmal einen halben Monat Zeit für ihre Antwort, zumal viele Vertreter zeitgleich mit der Zusendung (welch Zufall!) auf der SHOT SHOW in Las Vegas waren. So wurde die ursprüngliche Frist auf Einspruch der Verbände vom 1. auf den 8. Februar verschoben, was dennoch sehr/zu knapp war.

BDS-Präsident Friedrich Gepperth erläuterte gegenüber den Verbandsmitglieder, dass es sich bei der vom BDS eingereichten Kritik noch "um sehr zurückhaltende Formulierungen" handele: "Wir haben es bisher nur mit einem ersten Referentenentwurf zu tun, der noch nicht einmal an die Parlamentarier gegangen ist. Die eigentliche Arbeit liegt jetzt erst vor uns." Es folgen jetzt zahlreiche Gespräche mit der Ministerialebene wie mit einzelnen Politikern, um die berechtigten Bedenken des mitgliederstärksten deutschen Großkaliber-Schießsportverbands auch noch einmal verbal anzubringen.

Präsident Gepperth bittet die BDS-Mitglieder darum, zunächst die (unten herunterladbare) BDS-Stellungnahme in die Vereine zu tragen und dort über die Grundhaltung des Verbands zu informieren. Für weiterreichende Aktionen sei es, auch wenn der Ärger angesichts der drohenden Verschärfungen auch groß sein mag, jetzt noch zu früh, angesichts der Tatsache, dass die Parlamentarier, die im Bundestag letztendlich ein neues Waffengesetz beschließen müssen, den Entwurf bisher noch gar nicht erhalten und gelesen haben.

 

12.12.18, UE

Vorverlegte Bescherung mit Weihnachtsgeschenk vom obersten deutschen Finanzgericht: wie BDS-Präsident Friedrich Gepperth gestern mitteilte, ist das seit der Revisionsverhandlung Ende September lange erwartete schriftliche Urteil nun in der Geschäftsstelle eingetroffen. Es bestätigt, was jedem IPSC-Schützen schon vorher klar war: Unsere schnellste Action-Disziplin ist auch rechtlich gesehen "Sport", entsprechend sind auch unsere IPSC-Veranstaltungen als gemeinnützig einzustufen. Dies war seit 2015 anders, deutlich schwieriger und für den Verband naturgemäß auch "stressiger". Fritz Gepperth gestern dazu: "Wir haben heute vom Bundesfinanzhof erfahren, dass in der Sache eines klagenden IPSC Vereins, der vor dem Finanzgericht Hannover eindeutig gegen das zuständige Finanzamt hinsichtlich der Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit obsiegt hat, der Revisionsantrag des Finanzamts und des dem Verfahren beigetretenen Bundesfinanzministeriums als unbegründet zurückgewiesen wurde.

Im Verfahren wurde bereits festgelegt, dass das Urteil des Bundesfinanzhofs als grundsätzliche Entscheidung hinsichtlich der Gemeinnützlichkeit des IPSC Schiessen ergeht.

Es ist zu erwarten, dass der entsprechende Erlass hinsichtlich der Abgabenordnung bei nächster Gelegenheit der Rechtslage angepasst wird."

Der Leitsatz der Entscheidung:

Ein Verein, dessen Zweck in der Förderung des Schießsportes, insbesondere des IPSC-Schießens besteht, erfüllt (entgegen Ziffer 6 AEAO zu § 52 AO) die satzungsmäßigen Anforderungen an die Feststellung der Gemeinnützigkeit.

Die offizielle Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs Nr. 66/18 vom 12.12.2018

 

17.11.2018

Zur jährlichen Delegiertenversammlung hatte der BDS am 17. November ins Kasseler Hotel LaStrada geladen. Neben dem Präsidium (vierköpfiger Vorstand plus 5 Bundessportleiter) hörten insgesamt 217 stimmberechtigte Delegierte den Bericht von BDS-Präsident Friedrich Gepperth und anschließend den von Pressereferent Ulrich Eichstädt erstmals als Präsentation vorgetragenen Sportbericht für alle Bereiche. Mit einer aktuellen Mitgliederzahl von 77.030  und über 13.000 Starts bei den Deutschen Meisterschaften 2018 darf man durchaus von einem äußerst aktiven Verband sprechen, der bei den verschiedenen Terminen 968 neue Deutsche Meister (Einzel und Mannschaft) ehren durfte! Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein derartiges Wettkampfpensum eine entsprechend hohe Zahl an Helfern, Schießleitern und Auswertern erfordert, bei denen sich die Delegierten und das Präsidium ebenso bedankten. Gepperth hatte zuvor auf die voraussichtlichen Waffenrechts-Änderungen für 2019 hingewiesen, aber auch auf umweltpolitische Hürden bei Schießständen und Munition, die es künftig zu meistern gilt. Wahlen standen in diesem Jahr nur wenige an, alle zu Bundessportleitern: der bisher kommissarisch tätige Werner Brede wurde für das Standardprogramm gewählt, Gerhard Stibig für Silhouette und Andreas Hack für Field Target. 

19.10.2018, fw

Die Neufassung der Sporthandbücher für das Standardprogramm des BDS auf der Grundlage der BVA-Genehmigung ist nun abgeschlossen. Abrufbar sind die Sporthandbücher im BDSnet unter Sport/Standardprogramm/Sporthandbuch.

Die Ausbildungsordnung ist wie gewohnt verfügbar unter Sport/Allgemeines.

Aufgrund zahlreicher Änderungen werden die Sporthandbücher Allgemeiner Teil, Kurzwaffen, Langwaffen und Zielscheiben zur besseren Nachvollziehbarkeit als Endfassung und Änderungsversion für eine Übergangszeit online gestellt.

Aktualisiert wurden ebenfalls die Sporthandbücher Kommentar zum Sporthandbuch, Munitionsprüfung Langwaffen, Protokollblatt für Munitionsprüfung Langwaffen, welche auch unter dem Menüpunkt "Sporthandbuch" in der Sparte "Standardprogramm" zu finden sind.

13.10.18, UE

Traditionell jeden Oktober, und auch die letzten Jahre immer in Kassel: Auf der Gesamtvorstandssitzung des BDS am 13. Oktober wurde die kommende Bundesdelegiertenversammlung (17.11. in Kassel) vorbereitet. Sporhandbuchsänderungen wurden dort von den jeweiligen Referenten vorgestellt und darüber abgestimmt. Auch die Termine der Bundesmeisterschaften 2019 wurden abgesprochen und festgelegt. Dem Gesamtvorstand gehören die Mitglieder des Präsidiums an, und aus den 13 Landesverbänden jeweils der Präsident oder ein von ihm benannter Vertreter und je ein weiterer Vertreter (die BDS-Satzung ist hier als PDF zu finden). Ebenfalls als (nicht stimmberechtigte) Gäste anwesend waren Sportdirektor Jürgen Öfner, BDS-Geschäftsführer Ulrich Falk und Pressereferent Ulrich Eichstädt.

Präsident Friedrich Gepperth erläuterte die aktuelle Lage des Verbands und die anstehenden Gesetzesvorhaben, die auch den BDS betreffen. Durch seine seit März 2018 ausgeübte zweite Funktion als einer der beiden Vorsitzenden des Forum Waffenrechts und als IPSC-Generalsekretär konnte er anschaulich die Zusammenhänge zwischen nationaler und internationaler Ebene darstellen. Die finanzielle Situation des Verbands wurde zusammengefasst, die ausführliche Version des Jahresabschlusses wird auf der Bundesdelegiertenversammlung im nächsten Monat vorgetragen. Alles in allem ist der BDS als mitgliederstärkster Großkaliber-Schießsportverband gut für die Zukunft gerüstet.

 

5.9.2018, UE

Tilmann Keith, der BDS-Sportbeauftragte für den "Steel"-Bereich, war zufrieden: am ersten September-Wochenende konnten interessierte Schützen (parallel zur DM in den Standarddisziplinen) ausprobieren, ob ihnen die neue Disziplin "Speed Steel" liegt. Viele hatten das Startticket vorab gelöst, andere kamen auf Verdacht vorbei und mussten wegen der schnellen Abläufe auch nicht lange warten. Die nackte Statistik: mehr als 100 Starter, etwa 1300 "runs" und gut 8000 Schuss Munition, aber leider insgesamt auch zu wenig freiwillige RO's und Helfer.

Drei Stages hatten Keith und sein Team auf dem Stand Nr. 9 nebeneinander aufbauen können (etwa 9 bis 10 m Breite, Distanz mindestens 8 m). Das ist ein Beleg dafür, dass die erst im Frühjahr 2018 vom Bundesverwaltungsamt zugelassene neue Disziplin auf den meisten üblichen 25-Meter-Schießständen durchgeführt werden kann. Der Aufbau der drei Stages dauerte übrigens nur knapp eine halbe Stunde, wie dieses Zeitraffer-Video belegt.

Die drei nacheinander zu absolvierenden Übungen auf etwa acht Meter Distanz waren abwechslungsreich.

  • Bei "No Please!" etwa musste der Schütze nach dem Startsignal eine verdeckte Karte umdrehen, auf der eins der fünf Klappziele markiert war - dies musste ausgespart werden, und vor dem letzten Schuss auf die Stopp-Platte zwingend das Magazin gewechselt werden.
  • Bei "Triple Pole" saß zwischen den zwei senkrecht befestigten Platten eine weiße "No Shoot"-Platte, die manch unfreiwilligen Treffer abbekam. Dann ein Pflicht-Reload und die Stop-Platte rechts.
  • Bei "one - two - three" mussten drei Rechteckplatten mit insgesamt sechs Schüssen belegt werden, allerdings waren die Schusszahlen vorgeschrieben - etwa Platte 1 3 Treffer, Platte 2 1 Treffer und Platte 3 2 Treffer, dann die Stop-Platte. Hier gibt es ein YouTube-Video, in dem Tilmann Keith, der Steel-Sportbeauftragte des BDS, den Ablauf demonstriert.

Die erzielten Zeiten aus fünf Durchgängen wurden addiert, plus Zeitstrafen etwa für Fehlschüsse. Insgesamt, so ein Kommentar eines Schützen, muss man mitdenken, kein Ablauf bleibt gleich - das sei das Reizvolle am Speed Steel.

Mehr Infos, Termine und Kontaktadressen gibt es hier 

 

14.9.2018, UE

Es ist geschafft: die teilnehmerstärkste Deutsche Meisterschaft beim BDS, die Standarddisziplinen für Lang- und Kurzwaffen, wurde vom 30.8. bis zum 9.9. in Philippsburg abgewickelt. Knapp 11.000 gemeldete Starts konnten dank der Hilfe unserer Schießleiter und Helfer bewältigt werden. Die Einspruchsfrist lief am letzten Sonntag ab, die Ergebnisse sind nun endgültig.

Allen Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch, allen anderen Teilnehmern viel Erfolg beim nächsten Mal und danke an alle Starter für die reibungslose Abwicklung!

Zu den Ergebnislisten

26.8.2018, UE

Happy End nach einer ungewöhnlichen Weltmeisterschaft: Das Federdruck-Team (international "Springer" genannt) des BDS gewann bei der WM in Polen die Silbermedaille. Nach einem turbulenten Wettkampfverlauf mit Wolkenbrüchen und Gewitter musste das Match nach zwei von drei geplanten Durchgängen zu je 50 Ziele abgebrochen werden. Aus terminlichen Gründen hätte man die WM nicht verlängern können. Dieser Zwischenstand wurde dann für die Rangliste herangezogen, und das BDS-Team gewann hinter den USA und vor England (dem FT-Erfinderland) die Silbermedaille: VIZEWELTMEISTER. Bester deutscher Federdruckschütze wurde der Weltmeister von 2017, Jan Homann aus Hamburg, auf Platz 5, auch Frank Esser konnte sich als Neunter noch in den Top Ten platzieren. Das Team (im Foto von links): Gerold Henning, Thomas Vogel, Frank Esser, Jan Homann und Timo Keßel.

Das sonst erfolgreiche Pressluft-Team, oft unter den Top 3 international zu finden, landete diesmal abgeschlagen auf Rang 11. Bereits am ersten Tag wurde Adam Benke, sonst einer der besten Team-Schützen, für diesen Durchgang disqualifiziert, weil die Mündungsenergie seines Luftgewehrs über dem Limit lag. Das kann je nach Wetterbedingungen immer passieren, aber die "null Treffer" fehlen natürlich in der Gesamtbilanz, weil ja auch nur zwei Durchgänge gewertet wurden. Alexander Siegler kam als bester deutscher Pressluft-Schütze mit 85 von 100 möglichen Treffern auf Platz 11.

Erfreulich aber, dass wie bei vielen internationalen Meisterschaften eine große Zahl deutscher FT-Schützen außerhalb des Nationaleams mitgereist waren und auch mit guten Ergebnissen mitgeschossen haben. Die starke Präsenz der deutschen "Stahltierjäger" ist auch ein äußeres Zeichen für die anderen Nationen, wie erfolgreich Field Target hier inzwischen geworden ist.


Die Ergebnislisten auf der offiziellen WM-Website

01.08.18, ue

Neun Starter vertraten den BDS bei den Weltmeisterschaften im Silhouetten-Schießen im finnischen Sipoo, knapp 30 Kilometer von Helsinki entfernt. Vom 16. bis 27. Juli kämpfte das Team bei den „13th IMSSU Metallic Silhouette World Championships“ um jeden einzelnen Treffer auf die schweren Stahltiere, die durch den Geschossimpuls umgeworfen werden müssen. Bester deutscher Schütze war Wulf Post, der sich mit vollen 40 Treffern in der Klasse „Small Bore Handgun Production“ ins Shoot off der zehn treffergleichen besten Schützen vorkämpfte und nach zwei von fünf Treffern im Stechen schließlich Rang 7 belegte. Vaclav Frydl war nach Alan Granlund der zweitälteste Teilnehmer.

Zum deutschen BDS-Team gehörten: Eisl Joerg, Frydl Vaclav, Herklotz Sven, Krohnen Dietmar, Post Wulf, Reeb Thomas, Schuh Christian, Schuh Sigrid, Schweflinghaus Doris und Urbancsok Andreas

Die Ergebnisse gibt es auf der offiziellen WM-Website.

24.07.18, ue

Mit zwei Europameister-Titeln und einmal Team-Silber kehrten die Field-Target-Schützen des BDS aus Italien zurück. Jan Homann aus Hamburg, der amtierende Weltmeister (siehe Foto), konnte sich mit 120 von 150 möglichen Treffern den Einzeltitel mit dem Federdruck-Luftgewehr sichern, und gemeinsam mit seinen Teamkollegen Timo Kessel, Gerold Henning, Frank Esser und Thomas Vogel auch den Mannschaftssieg vor Litauen und Estland verbuchen.

Mit dem Pressluftgewehr in der offenen Klasse 1 mussten sich das deutsche Team nur den siegreichen Gastgebern aus Italien geschlagen geben. Bronze ging an Ungarn. Zum Vizemeister-Team gehörten: Stefan und Karl Kawnik, Harald John, Adam Benke, Udo Lamberty (dessen LG leider am Tag 3 aussetzte), Alexander Siegler, Thorsten Roth, Harald John und David Kelly (8 Schützen im Team, die besten 6 werden gewertet).

Einzel-Europameister wurde hier der für England startende Ungar Andres Fekete-Moro, bester deutscher Starter war Alexander Siegler auf Platz 8. Alle Ergebnisse gibt es auf der EM-Website

29.06.18, fw

Der BDS ändert nach Einverständnis mit dem Bundesverwaltungsamt übergangsweise für die DM 2018 und dauerhaft ab dem Sportjahr 2019 die Zielscheiben für mehrere Langwaffendisziplinen des Standardprogramms. Details finden sich im Schreiben des Bundessportleiters zum Herunterladen (.pdf-Dokument).

Zur Beachtung: Durchmeldungen von Landesmeisterschaften 2018 zu Landesmeisterschaften 2019 sind in den betroffenen Disziplinen aus Gründen der sportlichen Fairness nicht möglich! Bestehende DM Direktmeldungen für 2018 und diejenigen von der DM 2018 zur DM 2019 sind nicht betroffen.

13.06.18, ue

So lässt sich die Bilanz für das BDS-Team nach der Weltmeisterschaft IPSC Shotgun im französischen Chateauroux zusammenfassen. Nur die älteren Schützen ("Super Seniors", SS) konnten sich Plätze auf dem Siegertreppchen erobern - herzlichen Glückwunsch zu den Erfolgen!

OPEN -- Super Seniors

% Points Competitor Cat Reg Tag

1. 100,00 1232,1103 633 Liberti, Giovanni SS ITA

2. 96,07 1183,7234 63 Bechtsoudis, Apostolos SS GRE
3. 92,28 1136,9836 323 Lautenschlager, Michael SS GER
4. 88,06 1085,0381 319 Kohz, Peter SS GER

 

STANDARD

1 100,00 1140,1772 716 Blum, Karl SS CAN
2 98,72 1125,6174 350 Wiessner, Bernd SS GER

 

STANDARD MANUAL

1 100,00 1182,3499 406 Mikkola, Matti SS FIN
2 92,98 1099,3536 335 Ring, Lothar SS GER

 

Alle Ergebnisse gibt es auf der WM-Website

30.05.18, ue

Der langjährige Vorsitzende des Forum Waffenrechts und unser BDS-Ehrenmitglied, Hans-Herbert Keusgen, feierte am 30. Mai seinen 75. Geburtstag. 1943 in Stolberg bei Aachen geboren, leitete der gelernte Exportkaufmann den Geschäftsbereich "Zivilmunition" bei der damaligen Dynamit Nobel AG in Troisdorf. Später wechselte er in die Geschäftsleitung von Frankonia Jagd. Viel bekannter ist er allerdings durch die zahlreichen Ämter geworden, die er im Laufe der Jahre erfolgreich ausfüllte: er war 12 Jahre Präsident der Vereinigung der Europäischen Munitionshersteller (AFEMS), 1996 Initiator und von 1997 bis 2018 Vorsitzender des Forums Waffenrecht. Seit 2002 ist er auch Präsident der Bundesvereinigung Schießstätten (BVS). International wurde er 2012 zum Präsidenten des World Forum on the Future of Sport Shooting Activities (WFSA gewählt). Dass er stets ein Förderer der Branchenmesse IWA in Nürnberg war, gerät da fast schon in den Hintergrund. Legendär ist sein Auftritt als Zirkusdirektor vielen in Erinnerung, als anlässlich des 25jährigen Bestehens der IWA der Circus Roncalli 1998 eine Galavorstellung auf dem IWA-Gelände gab und Keusgen wie immer souverän durch das mit "Gäste-Einlagen" gespickte Programm führte. Möge deine sonore Stimme unsere Interessen noch lange vertreten, lieber Herbert!

24.05.18, ue

...die hat der französische Verband FFTir in der letzten Woche in Chateauroux offiziell eröffnet. Mitten im Loire-Tal, im Zentrum Frankreichs wurde in zweijähriger Bauzeit diese für alle Schießdisziplinen geeignete Anlage errichtet – in Frankreich gibt es im Unterschied zu Deutschland nur einen einzigen Schießsportverband, die Federation Francais de Tir, in der Olympia-Schützen und zum Beispiel IPSC-Anhänger gemeinsam Sport betreiben. Zur Eröffnung des CNTS (Centre National de Tir Sportive) waren jetzt Sportler und Funktionäre aus aller Welt angereist. BDS-Präsident Friedrich Gepperth war auch vor Ort, auch wenn er die Anlage schon länger kennt: Mit der IPSC Weltmeisterschaft „WorldShoot 2017“ gab es letzten Sommer schon eine standesgemäße Generalprobe, zumal der FFTir-Präsident Philippe Crochard in Chateauroux Hausherr und auch IPSC-Regionaldirektor ist. Folglich lud er den BDS-Präsidenten auch an seinen Tisch beim Galadinner ein (im Bild von rechts: Philippe Crochard, Friedrich Gepperth, ganz links IPSC-Sekretär Sasja Barentsen).

Die Gäste konnten zwischendurch die Standanlagen ausgiebig besichtigen und auch testen. Ein paar Daten: Schießstände von 10 bis 600 Meter, darunter 12 25-Meter-Fünferstände, 30(!) IPSC-Boxen, Wurfscheibenanlagen und ein Restaurant.

Chapeau, FFTir!

Ein Video der Bauarbeiten im Schnelldurchlauf (3 min)

Muster

BDS 1975 e.V., 2019
Gestaltung und Programmierung: celdro media interactive GbR